Nöldeke, Theodor, Geschichte des Qorâns.

(Göttingen :  Verlag der Dieterichschen Buchhandlung,  1860.)

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des Abü'lfidä', konnte man nur als Quelle benutzen, so lange
die eigentlichen Quellen noch nicht aufgeschlossen Avaren.
Dennoch habe ich ein sehr spätes Buch mit grofsem Nuz-
zen gebraucht, nämlich das Buch i^jL^s*;^! von Ibn Hajar
(-|-852), eine zwar völlig kritiklose, aber höchst reichhal¬
tige und durch die alphabetische Anordnung leicht über¬
sichtliche Zusammenstellung aller Kachrichten über die ein¬
zelnen Gefährten Muhammed's mit genauer Angabe der
einzelnen Quellen^). Es ist sehr zu bedauern, dafs die
Sprengersche Ausgabe nicht über den ersten Band fortge¬
schritten ist; diesen Band habe ich leider allein benutzen
können.

Von den europäischen Biographen Muhammed's habe
ich, obgleich ich von früher her eine Menge von Citaten
aus Gagnier u. a. m. bereit hatte, nur auf die Männer Rück¬
sicht genommen, die in neuerer Zeit mit den nöthigen Sprach¬
kenntnissen und mehr oder AAeniger Kritik ihre Aufgabe zu
lösen suchten, nämlich auf Weil, der zuerst von den Neu¬
ern Muhammed's Leben sorgfältig bearbeitete und zu vie¬
len Avichtigen Resultaten gelangte; auf Caussin (de Per¬
ceval), der in seinem grofsen Werke »Essai sur l'histoire
des Arabes« mehr seinen, freilich reichen und alten, Quel¬
len nacherzählt, als selbständig untersucht;, auf Sprenger,
der zuerst mit unglaublicher Belesenheit und einschneiden¬
dem Scharfsinn das Leben des Propheten zu untersuchen
begann und dadurch eine neue Epoche in diesem Fache
eröffnete, dabei aber oft einseitig und ungerecht ward; und
endlich auf Muir, der zwar Aveniger Gelehrsamkeit und
Scharfsinn zeigt, als Sprenger, und, wie die meisten Eng¬
länder, an grofser dogmatischer Befangenheit leidet, aber
doch so viel kritischen Sinn und gesunden Menschenver¬
stand zeigt, dafs ich ihm gar oft gegen Sprenger beistim¬
men mufs.    In vielen Dingen, besonders in der Beurthei-
 

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')   H. Ch. nr. 810.
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