Kapitel V.
Erläuterungen zu den Inschriften und Darstellungen/)
a) Zu den Inschriften.
(i) 11 """^ I y^ erscheint Beni Hassan I, 29 ed. Griffith in der Form i'^^ü 0^; danach ist es zweifel¬
haft, ob man das Wort als Kausativ erklären soll. Ich kann es zur Zeit nicht weiter nachweisen,
seine Bedeutung „angeln'' ist aus unserm Bild und Beni Hassan klar; ob vielleicht an beiden Stellen statt
des Infinitivs vielmehr das Nomen „Angler'' einzusetzen ist, bleibt dahingestellt. Die Form I'''''''^ x ^
scheint Lepsius, Denkmäler II, 96 die Angelhaken zu bedeuten — ist das eine Bildung nach Erman,
—H— n (D
Grammatik , § 144.^ Mit koptisch cton^ hat das Wort nichts zu thun, diesem entspricht vielmehr X r n
(Sethe, Verbum III s. v.).
ni ^1, wörtlich „Ewigkeitsgut", ist von Maspero, Etudes de Mythologie I, 392, wohl zu eng als
das Grab gefasst worden. Die nicht seltene Variante [TIIaaaaaa ^ [z. B. {66)] scheint mir die Auffassung
,,Gut der (oder für die) Ewigkeit" gegenüber der gewöhnhchen „ewiges Haus" zu empfehlen. Es gehören
dazu „Hörige" und ,,Arbeiter" (58), (66), Viehstand und Gelände (41), kurz es umfasst, ausser dem Grab
selbst, alle Domänen, alles Eigentum, das zur Erhaltung des Grabes und Grabkultes beitragen sollte.
(Vergl. über das Einzelne Maspero, Etudes de Mythologie I, 53ff., Annales du service des antiquites
III, 131 ff., ferner Ptahhetep II ed. Griffith Taf. XX, wonach das „Ewigkeitsgut" und sein Besitzer, der
Kai, Grundbesitz in Ober- und Unterägypten hatte.) Vergl. Äg. Zeitschr. 1882, 159, 163; 1897, Ii9ff.
(2) Da die Inschrift von rechts nach links läuft, ist die nächstliegende Ergänzung 'T (()) ,,oberer
Kai-Priester" nicht mögHch — Mariette Mastaba S. 254 ist der einzige, mir bekannte Fall eines m m |, wenn
hier MT nicht zu > [^ zu ziehen ist. Unter Vergleich von Ptahhetep ed. Res. Account Taf. XXXVII wird
man (fl j Q, allenfalls [ojc^A), Kai-Priesters Begleiter, resp. Kai-Priester, Siegler ergänzen, wobei der Zusatz
,»Begleiter" und „Siegler" entweder erklärend oder weniger wahrscheinlich als Nominativ zu dem voraus¬
stehenden Genetiv zu fassen ist. Über die Kai-Priester s. Maspero, Etudes de Mythologie I, 392f.
(3) Die Ergänzung ist gegeben nach Ptahhetep ed. Research Account, Taf. XXXIV; andere
Ergänzungen z. B. nach Merj ed. Daressy 1 p, a | ^1 0 i „Herbeibringen der Geschenke und
jeder schönen Speise (.^)" sind möglich.
(4) Die gleiche Inschrift kehrt im Grab des Merj (ed. Daressy S. 544) wieder: ''-^ F=q "^""^ (gQ
AAAAAA AAAAAA
Daressy!) T^ M^mA^''^'^^ Vlll j>Kasten des Messens(.?') mit(.?) süssen Sachen". Der ParalleHsmus mit
dem folgenden legte es nahe in T^ >2 ^i^^^ jüngere Form zu T *^v ^^ (Lepsius, Denkmäler 105^ und
sonst) zu sehen; aber abgesehen von anderem lässt der Merj-Text eine Deutung auf Korn, Mehl nicht zu,
i) Die Zahlen in ( ) beziehen sich auf die im vorigen Kapitel gegebenen Inschriften, mit S. wird auf den Text
Kapitel I—III verwiesen, die hier gedruckten Hieroglyphen haben nur den Charakter von Umschreibungen, ganz wie in Kapitel IV.
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