Johann Sebastian Bach:   Seine Musik und seine Familie

Johann Sebastian Bach ist besonders bekannt für seine Fugen und Kantaten.   Der Musiker und Komponist wurde 1685 in Eisenach in Thüringen geboren. Sein Vater, Ambrosius Bach, war Hofmusiker.   Ambrosius Bach und seine Frau Elisabeth hatten eine große Familie.   Johann war das achte Kind.

Bachs Kindheit war hart:   1695 stirbt seine Mutter.   Sechs Monate später stirbt auch sein Vater. Johann Sebastian lebt mit seinem Bruder Christian.   Christian spielt Orgel in einer Kirche. Johann Sebastian besucht fünf Jahre die Lateinschule und lernt alte Sprachen, Logik, Mathematik, Rhetorik, Theologie und Musik.   Im Jahr 1700 geht Bach dreihundert Kilometer zu Fuß nach Lüneburg und arbeitet zwei Jahre als Chorsänger. 1702 hat er seine erste Stelle als Organist.

Im Oktober 1707 heiratet Bach seine Cousine Maria Barbara. Bach wird Kapellmeister am Hof des Herzogs von Sachsen Weimar.   In Weimar schreibt der junge Komponist Orgelmusik und Kantaten. Zehn Jahre später wird Bach Konzertmeister am Hof des Fürsten von Anhalt-Köthen.   In Köthen komponiert er die Brandenburgischen Konzerte und das Orgelbüchlein.

Maria Barbara Bach stirbt im Sommer 1720. Ein Jahr später, im Dezember 1721, heiratet Johann eine junge Sängerin, Anna Magdalena Wilcken. Bach und seine zweite Frau hatten dreizehn Kinder.   Leider sterben sechs von den Kindern früh.   Vier von Bachs Söhnen werden später Musiker und Komponisten.  

Im Jahr 1723 wird Bach in Leipzig Kantor. Hier komponiert er die großen religiösen Werke: die Johannes- und die Matthäuspassion, das Weihnachts- und das Osteroratorium.   In Leipzig schreibt Bach auch die große h-moll-Messe und fast dreihundert Kantaten. Im Alter von fünfundsechzig Jahren starb Bach am 28. Juli 1750.   Heute spielt man Bachs Musik in Konzerthallen in der ganzen Welt.